Was ist Suchttherapie?
Suchttherapie ist der Oberbegriff für die Therapie für Menschen mit substanzgebundenen und substanzungebundenen Suchtproblemen. Definition einer stoffgebundenen Abhängigkeit Laut   Klassifikationsmanual   ICD-10   müssen   dazu   mindestens   drei   der   folgenden   Kriterien erfüllt sein: Starker   Wunsch   oder   Zwang,   die   Substanz   zu   konsumieren   (”Craving”,   psychische Abhängigkeit) Verminderte   Fähigkeit,   den   Beginn,   die   Menge   und   das   Beenden   des   Konsums   zu kontrollieren Körperliche    Abhängigkeit,    welche    sich    nach    Absetzen    des    Stoffes    anhand    von körperlichen Entzugssymptomen manifestiert Nachweis    einer    Toleranzsteigerung    -    Für    dieselbe    Wirkung    muss    immer    mehr konsumiert werden (”man verträgt immer mehr”) Fortschreitende   vernachlässigung   anderer   Lebensbereiche,   Hobbies   oder   sozialen Kontakten   zugunsten   einer   Beschäftigung   mit   dem   Konsum   oder   der   Beschaffung der Substanz Substanz   wird   weiter   konsumiert,   obwohl   klar   nachgewiesen   werden   kann,   dass der   konsum   zu   negativen   Folgen   geführt   hat   (z.B.   Leberschädigung,   Stellenverlust, Gesundheitsprobleme, Eheprobleme, Fahrausweisentzug, etc.) Was sind die Zutaten für eine erfolgreiche Suchttherapie? Zuvorderst    steht    hier    die    Eigenmotivation:    Wenn    der    Betroffene    selber    nicht    etwas verändern   will   oder   sich   nicht   mit   seinem   Problemverhalten   auseinandersetzen,   ist   eine Therapie   wohl   noch   zu   früh.   Es   ist   auch   klar,   dass   niemand   eine   Suchttherapie   aufsucht, der   keine   unangenehmen   Konsequenzen   spürt.   Meist   bemerkt   das   Umfeld   zuerst   etwas vom   problematischen   Umgang   mit   einer   Droge.   So   stört   sich   vielleicht   die   Ehefrau   am Alkoholkonsum     des     Mannes     und     setzt     ein     Ultimatum,     oder     der     Arbeitgeber     ist unzufrieden   mit   den   Leistungen   des   Angestellten,   oder   der   Hausarzt   weist   auf   erhöhte Leberwerte   hin.   Der   erste   Schritt   für   den   Betroffenen   besteht   oft   darin,   dass   er   versucht, den   Konsum   selbständig   zu   reduzieren.   Und   oft   gelingt   das   auch.   Ein   guter   Selbsttest könnte    z.B.    darin    bestehen,    dass    man    versucht,    zwei    Wochen    ohne    die    Substanz auszukommen.    Wenn    das    gut    geht,    heisst    das    aber    nicht    unbedingt,    dass    keine Abhängigkeit    vorhanden    ist    -    denn    es    könnte    sich    um    ein    sogenanntes    episodisches Konsummuster   handeln   -   aber   es   liefert   einige   Hinweise,   dass   es   noch   nicht   akut   ist.   In vielen   Fällen   aber   klappt   eine   selbständige   Konsumreduktion   nicht   wie   erwünscht,   und eine professionelle Unterstützung kann helfen. Weitere     Zutaten     für     eine     erfolgreiche     Suchttherapie     sind     Offenheit,     eine     gute, vertrauensvolle   Beziehung   zum   Therapeuten,   ein   unterstützendes   und   verständnisvolles Umfeld,   ein   geregelter   Tagesablauf   /   Arbeit   und   nicht   zuletzt   der   Wille,   sich   mit   seinen Problemen und Belastungen auseinanderzusetzen. Was ist das Vorgehen in einer Suchttherapie? Ein   Suchtproblem   darf   nicht   der   alleinige   Inhalt   der   Therapie   sein.   Es   geht   um   einen Menschen    mit    all    seinen    Facetten,    Eigenschaften,    Fähigkeiten    und    Erlebnissen.    Meist bildet    das    Suchtverhalten    bloss    ein    Symptom    einer    anderen    Problematik,    wie    zum Beispiel   einer   zugrundeliegenden   Depression   oder   Angststörung,   oder   eine   Strategie,   um mit   Belastungen   und   Stress   sumzugehen.   Zu   Beginn   einer   Behandlung   geht   es   mir   also darum,   den   Menschen   kennenzulernen,   mit   all   seinen   Stärken   und   Schwächen,   und   einen groben   Überblick   über   die   Lebensgeschichte   (mit   allen   Drogenerfahrungen)   zu   erhalten. Danach   orientiert   sich   das   Vorgehen   am   Ziel   und   am   Tempo   des   Betroffenen.   Dabei   stehe ich   begleitend   zur   Seite,   und   liefere   Informationen,   wie   das   gewünschte   Ziel   zu   erreichen sein könnte. Folgende (Konsum)Ziele sind vorstellbar: Definitive Abstinenz Begrenzte Abstinenz Kontrollierter Konsum / Konsumreduktion Eigenvariante des kontrollierten Konsums (z.B. unter der Woche kein Konsum, oder nur in den Ferien Konsum, etc.) Einhaltung der Abstinenz (Rückfallprophylaxe) Selbstverständlich     ist     es     auch     wichtig,     Ziele     jenseits     des     Konsumverhaltens     zu formulieren.   Um   herauszufinden,   welche   Themenbereiche   bearbeitet   werden   müssen, damit   eine   Abstinenz   erfolgreich   eigehalten   werden   kann,   muss   die   Funktion/Anziehung des   Drogenkonsums   erörtert   werden.   Wenn   jemand   beispielsweise   Alkohol   konsumiert, um   in   sozialen   Situationen   sicherer   auftreten   zu   können,   dann   wäre   ein   zu   bearbeitendes Thema   die   Stärkung   der   Selbstsicherheit,   bzw.   der   sozialen   Fertigkeiten.   Denn   wenn   diese gestärkt sind, verliert der Alkohol seine Funktion und wird überflüssig.  Rückfallprophylaxe durch Achtsamkeit Ein   Suchtproblem   darf   nicht   der   alleinige   Inhalt   der   Therapie   sein.   Es   geht   um   einen Menschen    mit    all    seinen    Facetten,    Eigenschaften,    Fähigkeiten    und    Erlebnissen.    Meist bildet    das    Suchtverhalten    bloss    ein    Symptom    einer    anderen    Problematik,    wie    zum Beispiel   einer   zugrundeliegenden   Depression   oder   Angststörung,   oder   eine   Strategie,   um mit Belastungen und Stress umzugehen. Literaturempfehlungen zu Suchttherapie Taylor, Chönyi (2011). Die Buddha-Therapie - Süchte mental besiegen. Diedrichs Verlag, München. Lindenmeyer, Johannes (2011). Lieber schlau als blau. Entstehung und Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. BeltzPVU, 6. Auflage.
Psychotherapeutische Praxis Dr. phil. Philippe Stöckli

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Bahnhofstr. 6 | 8302 Kloten

Tel. 076 282 8885 | info(@)psycho-therapeut.ch

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Was ist Suchttherapie?
Suchttherapie ist der Oberbegriff für die Therapie für Menschen mit substanzgebundenen und substanzungebundenen Suchtproblemen. Definition einer stoffgebundenen Abhängigkeit Laut   Klassifikationsmanual   ICD-10   müssen   dazu mindestens    drei    der    folgenden    Kriterien    erfüllt sein: Starker Wunsch oder Zwang, die Substanz zu konsumieren (”Craving”, psychische Abhängigkeit) Verminderte Fähigkeit, den Beginn, die Menge und das Beenden des Konsums zu kontrollieren Körperliche Abhängigkeit, welche sich nach Absetzen des Stoffes anhand von körperlichen Entzugssymptomen manifestiert Nachweis einer Toleranzsteigerung - Für dieselbe Wirkung muss immer mehr konsumiert werden (”man verträgt immer mehr”) Fortschreitende vernachlässigung anderer Lebensbereiche, Hobbies oder sozialen Kontakten zugunsten einer Beschäftigung mit dem Konsum oder der Beschaffung der Substanz Substanz wird weiter konsumiert, obwohl klar nachgewiesen werden kann, dass der konsum zu negativen Folgen geführt hat (z.B. Leberschädigung, Stellenverlust, Gesundheitsprobleme, Eheprobleme, Fahrausweisentzug, etc.) Was sind die Zutaten für eine erfolgreiche Suchttherapie? Zuvorderst   steht   hier   die   Eigenmotivation:   Wenn der   Betroffene   selber   nicht   etwas   verändern   will oder    sich    nicht    mit    seinem    Problemverhalten auseinandersetzen,   ist   eine   Therapie   wohl   noch zu    früh.    Es    ist    auch    klar,    dass    niemand    eine Suchttherapie            aufsucht,            der            keine unangenehmen      Konsequenzen      spürt.      Meist bemerkt       das       Umfeld       zuerst       etwas       vom problematischen    Umgang    mit    einer    Droge.    So stört        sich        vielleicht        die        Ehefrau        am Alkoholkonsum     des     Mannes     und     setzt     ein Ultimatum,   oder   der   Arbeitgeber   ist   unzufrieden mit    den    Leistungen    des    Angestellten,    oder    der Hausarzt   weist   auf   erhöhte   Leberwerte   hin.   Der erste    Schritt    für    den    Betroffenen    besteht    oft darin,   dass   er   versucht,   den   Konsum   selbständig zu   reduzieren.   Und   oft   gelingt   das   auch.   Ein   guter Selbsttest   könnte   z.B.   darin   bestehen,   dass   man versucht,     zwei     Wochen     ohne     die     Substanz auszukommen.    Wenn    das    gut    geht,    heisst    das aber    nicht    unbedingt,    dass    keine    Abhängigkeit vorhanden    ist    -    denn    es    könnte    sich    um    ein sogenanntes         episodisches         Konsummuster handeln   -   aber   es   liefert   einige   Hinweise,   dass   es noch   nicht   akut   ist.   In   vielen   Fällen   aber   klappt eine    selbständige    Konsumreduktion    nicht    wie erwünscht,           und           eine           professionelle Unterstützung kann helfen. Weitere        Zutaten        für        eine        erfolgreiche Suchttherapie       sind       Offenheit,       eine       gute, vertrauensvolle   Beziehung   zum   Therapeuten,   ein unterstützendes    und    verständnisvolles    Umfeld, ein    geregelter    Tagesablauf    /    Arbeit    und    nicht zuletzt   der   Wille,   sich   mit   seinen   Problemen   und Belastungen auseinanderzusetzen. Was ist das Vorgehen in einer Suchttherapie? Ein   Suchtproblem   darf   nicht   der   alleinige   Inhalt der   Therapie   sein.   Es   geht   um   einen   Menschen mit        all        seinen        Facetten,        Eigenschaften, Fähigkeiten    und    Erlebnissen.    Meist    bildet    das Suchtverhalten   bloss   ein   Symptom   einer   anderen Problematik,         wie         zum         Beispiel         einer zugrundeliegenden               Depression               oder Angststörung,     oder     eine     Strategie,     um     mit Belastungen   und   Stress   sumzugehen.   Zu   Beginn einer   Behandlung   geht   es   mir   also   darum,   den Menschen   kennenzulernen,   mit   all   seinen   Stärken und    Schwächen,    und    einen    groben    Überblick über         die         Lebensgeschichte         (mit         allen Drogenerfahrungen)        zu        erhalten.        Danach orientiert    sich    das    Vorgehen    am    Ziel    und    am Tempo      des      Betroffenen.      Dabei      stehe      ich begleitend   zur   Seite,   und   liefere   Informationen, wie   das   gewünschte   Ziel   zu   erreichen   sein   könnte. Folgende (Konsum)Ziele sind vorstellbar: Definitive Abstinenz Begrenzte Abstinenz Kontrollierter Konsum / Konsumreduktion Eigenvariante des kontrollierten Konsums (z.B. unter der Woche kein Konsum, oder nur in den Ferien Konsum, etc.) Einhaltung der Abstinenz (Rückfallprophylaxe) Selbstverständlich     ist     es     auch     wichtig,     Ziele jenseits    des    Konsumverhaltens    zu    formulieren. Um     herauszufinden,     welche     Themenbereiche bearbeitet   werden   müssen,   damit   eine   Abstinenz erfolgreich    eigehalten    werden    kann,    muss    die Funktion/Anziehung   des   Drogenkonsums   erörtert werden.    Wenn    jemand    beispielsweise    Alkohol konsumiert,   um   in   sozialen   Situationen   sicherer auftreten      zu      können,      dann      wäre      ein      zu bearbeitendes       Thema       die       Stärkung       der Selbstsicherheit,    bzw.    der    sozialen    Fertigkeiten. Denn     wenn     diese     gestärkt     sind,     verliert     der Alkohol seine Funktion und wird überflüssig.  Rückfallprophylaxe durch Achtsamkeit Ein   Suchtproblem   darf   nicht   der   alleinige   Inhalt der   Therapie   sein.   Es   geht   um   einen   Menschen mit        all        seinen        Facetten,        Eigenschaften, Fähigkeiten    und    Erlebnissen.    Meist    bildet    das Suchtverhalten   bloss   ein   Symptom   einer   anderen Problematik,         wie         zum         Beispiel         einer zugrundeliegenden               Depression               oder Angststörung,     oder     eine     Strategie,     um     mit Belastungen und Stress Literaturempfehlungen zu Suchttherapie Taylor, Chönyi (2011). Die Buddha-Therapie - Süchte mental besiegen. Diedrichs Verlag, München. Lindenmeyer, Johannes (2011). Lieber schlau als blau. Entstehung und Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Beltz PVU, 6. Auflage.
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